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- ist ein neues universelles Steuerungssystem, das alle gängigen Steuerungsmethoden in einem System vereint
- regelt den Materialfluss zwischen Arbeitssystemen innerhalb von Unternehmen und in Unternehmensnetzen
- stellt jederzeit den Zusammenhang zwischen Materialbeständen, Fertigungsaufträgen und Primärbedarfen her
- zeigt seine Stärken insbesondere dort, wo eine Kombination von Einzel-, Serien- oder Massenfertigung vorliegt
- unterstützt einen flexiblen Materialfluss durch eine arbeitsgangsbezogene dynamische Losbildung
- unterstützt einen flexiblen Belastungsabgleich durch eine dynamische reichweitenorientierte Losgrößenanpassung
- arbeitet nach einem neuen von der GTT entwickelten kombinierten PULL-PUSH-Prinzip
- wird bei einem Automobilzulieferer in einem Pilotprojekt erfolgreich eingesetzt
  (ca. 1500 Endprodukte; Gesamtauftragsdurchlaufzeit = 1 Woche; Umschlagshäufigkeit = 52)

 

FAST/scm - Planungsmethodik

Ausgehend vom aktuellen Primärbedarf, der auf den konkreten Kundenbedarfen und/oder Prognosedaten basieren kann, wird über eine Nettobedarfsermittlung ein aktueller Sekundärbedarf ermittelt. Im ersten Verarbeitungsschritt vor der Bedarfsauflösung werden die Primärbedarfsdaten nach Dringlichkeit sortiert. Bei der Bedarfsermittlung wird dann zunächst geprüft, ob der Primärbedarf direkt aus dem Vertriebs-Lagerbestand befriedigt werden kann. Wenn dies nicht bzw. nicht vollständig der Fall ist, wird über die Stückliste und die aktuellen Bestandsdaten geprüft, ob bzw. wo verwendbares Material im Umlauf ist (PULL). Sofern Material gefunden wird, erfolgt eine kapazitive Einplanung für die offenen (Rest-)Arbeitsgänge des betreffenden Teils an den im Arbeitsplan vorgesehenen Arbeitsplätzen (PUSH). Damit ergibt sich für jedes Teil  ein realistischer und kapazitiv abgestimmter Endtermin.

Wenn es sich bei dem einzuplanenden Teil um eine Baugruppe handelt, wird zunächst die Teileverfügbarkeit bis zur untersten benötigten Strukturebene geprüft. Damit wird gewährleistet, dass auch bei mehrstufigen Produkten die Teile auf der jeweils nächsten Strukturstufe gleichzeitig zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung der aktuellen Lagerbestände werden zunächst am Bedarf orientierte Aufträge generiert, die jeweils die Bedarfsmenge und den Bedarfszeitpunkt der Sekundärbedarfe enthalten.

Ausgehend vom Bedarfszeitpunkt erfolgt eine Rückwärtsterminierung über alle Bearbeitungsprozesse auf Basis der artikelbezogenen Arbeitspläne mit gleichzeitiger Berücksichtigung der Kapazitäten und des (planmäßig zu erwartenden) Umlaufmittelbestandes. Dabei werden die Bedarfe über alle Arbeitssysteme aufgelöst und die Bearbeitungsprozesse werden als einzelne Aufträge betrachtet, d.h. es erfolgt eine Materialflusssteuerung.

Die Realisierung der Aufträge erfolgt entsprechend der arbeitssystembezogenen Mengenbedarfe unter Berücksichtigung des aktuell vorhandenen Umlaufmittelbestandes. Voraussetzung für die richtige Verwaltung des Umlaufmittelbestandes ist eine entsprechende Bestandsführung, die auf einer anforderungsgerechten Betriebsdatenerfassung (BDE) basieren muss. imulation Kapazität Auftragsbestand  Simulation Kapazitätsplanung Personaleinsatzplanung Logistikanalysen Fertigungssteuerungsmethoden KANBAN Auftragsbestand Taylor ED Belastungsorientierte Auftragsfreigabe Logistikkennzahlen Monitoring Produktionscontrolling Leitstand Plantafel

Besonderheiten der FAST/scm-Methodik:

Einsatz des Pull-Prinzips zur bedarfsorientierten Nutzung der verfügbaren Ressourcen
Bei der Auftragseinplanung werden im Pull-Prinzip zunächst nur die Kapazitäten verplant, die für die direkte Abdeckung des Primärbedarfs erforderlich sind.

Speicherung des Primärbedarfverursachers auf jeder Planungsstufe
Die Speicherung des Primärbedarfsverursachers in jedem arbeitsgang- und bestellbezogenen Teilmengensatz führt dazu, dass man die Auswirkungen von Terminverschiebungen oder Störungen auf den Primärbedarfstermin unmittelbar erkennen kann.

Jeder Planungslauf wird als Neuaufwurf verarbeitet

Additiv- und Alternativ-Planung

Eine additive Auftragseinplanung für Kundenanfragen auf Basis der aktuellen Auftragseinplanung ist ebenso möglich wie eine Alternativplanung mit geänderten Planungsparametern.

Berücksichtigung der Materialressourcen
Berücksichtigung der Materialressourcen bzw. der Materialplanungsparameter bei der Auftragseinplanung und Generierung von Materialbedarfsanforderungen bei Materialunterdeckung

Auftragseinplanung mit Standard- und Grenzkapazitäten
Die Auftragseinplanung erfolgt mit Standard- und Grenzkapazitäten, so dass keine oder nur wenige iterative Schritte zur Kapazitätseinstellung notwendig sind.

Einsatz des Push-Prinzips zur Nutzung von Kapazitätsressourcen, die nicht gespeichert werden können
Sofern nach der Einplanung des Primärbedarfs Kapazitäten ganz oder teilweise ungenutzt sind und eine Speicherung der Kapazitäten nicht sinnvoll oder nicht möglich ist, können aktuelle Auftragsmengen erhöht oder zusätzliche Aufträge für gängige Teile generiert werden, die in späteren Engpasssituationen als Kapazitätsreserve verwendet werden können. Die Auswahl und Menge der Teile richtet sich u.a. nach deren Gängigkeit, der aktuellen und der maximalen Bestandsreichweite sowie dem Rüstaufwand (reichweitenorientiertes Auffüllen von Kapazitätsressourcen).

Arbeitsgangbezogene Bestandsführung
Für jeden Arbeitsgang und jeden Arbeitsplatz eines Arbeitsplanes wird ein Bestandskonto geführt, so daß man im Planungslauf die Teile mit der geringsten Restlaufzeit (Restbearbeitungszeit) erkennen kann.

Dynamische bedarfsorientierte Auftragsbildung
Eine Auftragsbildung im klassischen arbeitsplanorientierten Sinne wird nicht mehr vorgenommen. Bezogen auf den aktuellen Auftragsfortschritt und die aktuellen Lager- und Umlaufbestände wird geprüft, welche Teile bzw. Arbeitsgänge für einen konkreten Primärbedarf produziert werden müssen.

Losgrößenbildung auf Arbeitsgangebene
Für jeden Arbeitsgang eines Arbeitsplanes können individuelle Standard-Losgrößen definiert werden. Zusätzliche arbeitsgangbezogene Steuerungsparameter sind z.B.
- minimale Losgröße
- maximaler Bedarfsdeckungszeitraum

Behandlung von gesperrten Teilen und Nacharbeiten
Nacharbeiten und befristet gesperrte Teile können über Terminparameter so gesteuert werden, daß bei einer Bedarfsauflösung keine zusätzlichen (überflüssigen) Teile produziert werden.

Chargenverfolgung
parallele Verarbeitung von chargenbezogenen und chargenneutralen Primärbedarfen sowohl bei der Einplanung als auch bei der Verarbeitung von Rückmeldungen

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