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- Planungsmethodik
Ausgehend vom aktuellen Primärbedarf, der auf den konkreten
Kundenbedarfen und/oder Prognosedaten basieren kann, wird über eine
Nettobedarfsermittlung ein aktueller Sekundärbedarf ermittelt. Im ersten
Verarbeitungsschritt vor der Bedarfsauflösung werden die
Primärbedarfsdaten nach Dringlichkeit sortiert. Bei der Bedarfsermittlung
wird dann zunächst geprüft, ob der Primärbedarf direkt aus dem
Vertriebs-Lagerbestand befriedigt werden kann. Wenn dies nicht bzw. nicht
vollständig der Fall ist, wird über die Stückliste und die aktuellen
Bestandsdaten geprüft, ob bzw. wo verwendbares Material im Umlauf ist
(PULL). Sofern Material gefunden wird, erfolgt eine kapazitive Einplanung
für die offenen (Rest-)Arbeitsgänge des betreffenden Teils an den im
Arbeitsplan vorgesehenen Arbeitsplätzen (PUSH). Damit ergibt sich für
jedes Teil ein realistischer
und kapazitiv abgestimmter Endtermin.
Wenn es sich bei dem
einzuplanenden Teil um eine Baugruppe handelt, wird zunächst die
Teileverfügbarkeit bis zur untersten benötigten Strukturebene geprüft.
Damit wird gewährleistet, dass auch bei mehrstufigen Produkten die Teile
auf der jeweils nächsten Strukturstufe gleichzeitig zur Verfügung stehen.
Unter
Berücksichtigung der aktuellen Lagerbestände werden zunächst am Bedarf
orientierte Aufträge generiert, die jeweils die Bedarfsmenge und den
Bedarfszeitpunkt der Sekundärbedarfe enthalten.
Ausgehend vom Bedarfszeitpunkt erfolgt eine
Rückwärtsterminierung über alle Bearbeitungsprozesse auf Basis der
artikelbezogenen Arbeitspläne mit gleichzeitiger Berücksichtigung der
Kapazitäten und des (planmäßig zu erwartenden) Umlaufmittelbestandes.
Dabei werden die Bedarfe über alle Arbeitssysteme aufgelöst und die
Bearbeitungsprozesse werden als einzelne Aufträge betrachtet, d.h. es
erfolgt eine Materialflusssteuerung.
Die Realisierung der Aufträge erfolgt entsprechend der
arbeitssystembezogenen Mengenbedarfe unter Berücksichtigung des aktuell
vorhandenen Umlaufmittelbestandes. Voraussetzung für die richtige
Verwaltung des Umlaufmittelbestandes ist eine entsprechende
Bestandsführung, die auf einer anforderungsgerechten
Betriebsdatenerfassung (BDE) basieren muss.
imulation Kapazität
Auftragsbestand Simulation
Kapazitätsplanung Personaleinsatzplanung Logistikanalysen
Fertigungssteuerungsmethoden KANBAN Auftragsbestand Taylor ED
Belastungsorientierte Auftragsfreigabe Logistikkennzahlen Monitoring
Produktionscontrolling Leitstand Plantafel |