| Kapazitätsplanung und dynamische Engpaßanalyse |
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Verwendung von
Durchlaufdiagrammen und Arbeitssystemlayouts zur Engpaßanalyse Einleitung Das Arbeitsplatz-Durchlaufdiagramm ist ein elegantes Werkzeug, um den dynamischen Verlauf der vergangenen und der künftigen Auftragsabwicklung an einen Arbeitsplatz oder an einer Arbeitsplatzgruppe darzustellen. Außerdem kann man mit Hilfe des Durchlaufdiagramms die Prozeßparameter der Arbeitssysteme (z.B. Kapazität, Auslastung und Plan-Durchlaufzeit) überprüfen und ggf. neu einstellen. Anhand eines Engpaßarbeitsplatzes werden Anwendungsfunktionen von Durchlaufdiagrammen erläutert (Bild 1). Im Beispiel handelt sich um ein Bearbeitungszentrum zur Bearbeitung von komplexen Gußteilen in einer klassischen Werkstattfertigung. Der Arbeitsplatz arbeitet im 3-Schicht-Betrieb. |
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![]() Bild 1: Durchlaufdiagramm eines Arbeitsplatzes mit hohem Rückstandsniveau |
Das Durchlaufdiagramm zeigt
über der Zeitachse (X-Achse) den Bestand, die rückgemeldete
Arbeit (Leistung) und der Kapazitätsbedarf auf Basis der
Vorgabestunden laut Arbeitsplanung an. Die Anzeige der Leistung, des
Kapazitätsbedarfs und der Kapazität erfolgt dabei als
kumulativer Kurvenverlauf, um die dynamische Entwicklung der
einzelnen Werte und der Abweichungen der Werte untereinander besser
erkennen zu können. Die Leistungskurve in der Grafik zeigt
beispielsweise einen gleichmäßigen Verlauf in den Monaten
Februar, April und Mai, während im März keine Leistung
verbucht wurde (Maschinenausfall durch Reparatur). Die Gesamtleistung
in Höhe von zirka 1200 Vorgabestunden läßt auf einen
3-Schicht-Betrieb mit einer durchschnittlichen Leistung von etwa 20
Vorgabestunden je Arbeitstag schließen.
Die Kapazitätsbedarfskurve verläuft insgesamt (bezogen auf den Zeitraum vom Februar bis zum Juli) etwas steiler als die Leistungskurve. Der aktuelle Rückstand zum Stichtag (2. Juni 2000) in Höhe von zirka 530 Stunden ergibt sich jedoch nicht aus dem generellen Steigungsunterschied zwischen dem Kapazitätsbedarf und der Leistung, sondern überwiegend aus dem Leistungsverlust durch die Maschinenreparatur im März. Die Rückstandselemente (rote
Rechtecke) zeigen den aktuellen Rückstand für einzelne
Arbeitsgänge an (Länge des Rechtecks). Die Höhe der
Rechtecke entspricht der Vorgabezeit des rückständigen
Arbeitsgangs am betrachteten Arbeitsplatz. Der größte
Rückstand eines Arbeitsgangs beträgt an dem
Beispielarbeitsplatz mehr als zwei Monate. |
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Dieses Beispiel vermittelt einen
ersten Eindruck von den Nutzungsmöglichkeiten von
Durchlaufdiagrammen. Neben dem Arbeitsplatzdurchlaufdiagramm
existieren weitere Formen des Durchlaufdiagramms, um z.B. den
Auftragsdurchlauf in einer Fertigungsinsel oder den gesamten
Produktdurchlauf durch ein Unternehmen abzubilden.
Dynamische Einstellung der Kapazitätsdaten für Einzelarbeitsplätze, Technologie- und Personalgruppen
Aus den Rückmeldungen der
Vergangenheit (Leistung) und den im Unternehmen verwendeten
Schichtmodellen wird der sogenannte Leistungsfaktor ermittelt. Der
Leistungsfaktor ist der Quotient aus der rückgemeldeten Leistung
(Vorgabestunden laut Arbeitsplanung) und der Laufzeit der Maschine.
Über die in der Zukunft geplanten Schichtmodelle und den aus den
Vergangenheit ermittelten Leistungsfaktor lassen sich damit
realistische Kapazitätswerte für die
Kapazitätsbedarfsanalyse und die Simulation des
Auftragsdurchlaufs ermitteln. Der Bestandsverlauf am Arbeitsplatz
wird benötigt, um Leerlaufverluste aufgrund von Arbeitsmangel
bei der Berechnung des Leistungsfaktors berücksichtigen zu können.
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![]() Bild 2: Dynamische Kapazitätseinstellung der Arbeitsplätze |
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| Der Beispielarbeitsplatz (Bild 2
und Bild 3) wechselte im Auswertungszeitraum das Schichtmodell vom
3-Schicht-Betrieb (Januar) auf einen 1-Schicht-Betrieb (Februar) bzw.
1-Schicht-Betrieb mit Zusatzstunden. Im April konnte der Arbeitsplatz
aufgrund von Auftragsmangel (Bestand = 0) befristet keine Leistung erbringen. Unter der Annahme, daß die Schichtmodelle der Vergangenheit korrekt angegeben wurden, ergibt sich für den Arbeitsplatz ein Leistungsfaktor (L-Faktor) von 1,1 (Bild 2). Bei einer Maschinenlaufzeit von 100 Stunden können demnach 110 Vorgabestunden abgearbeitet werden. Der Aufwand zur Ermittlung bzw. Einstellung des Leistungsfaktors in FAST/pro ist gering, da er unter Berücksichtigung von Leerlaufverlusten automatisch berechnet werden kann, wenn die Schichtmodelle der Vergangenheit an FAST/pro übergeben werden. |
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Einstellung der Arbeitssystem-Parameter für die Terminierung und die Auftragseinplanung
Für die Terminierung und
Einplanung von Aufträgen müssen in PPS-Systemen auf
Arbeitssystem- und/oder Arbeitsgangebene verschiedene Parameter
eingestellt werden. Von den heute angebotenen PPS-Systemen wird diese
Parametereinstellung nicht unterstützt. |
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![]() Bild 4: Produktionskennline (auch Betriebskennlinie) eines Engpaßarbeitsplatzes |
Die hellgrüne Leistungskurve
in der Betriebskennliniengrafik (Bild 4) zeigt den theoretischen
Leistungsverlauf am Arbeitsplatz in Abhängigkeit vom mittleren
Bestand. Die Leistungskurve erreicht ihren Maximalwert, wenn der
mittlere Bestand über 140 Stunden liegt. Sie zeigt einen
deutlichen Abfall, wenn der mittlere Bestand unterhalb von 60 Stunden
liegt. Die blaue Durchlaufzeitkurve zeigt die proportionale
Abhängigkeit der Durchlaufzeit von mittleren Bestand sowie die
minimal erreichbare Durchlaufzeit, deren Höhe von der mittleren
Auftragszeit der an dem Arbeitsplatz zu bearbeitenden Aufträge abhängt. Im Anwendungsbeispiel befindet sich der aktuelle Betriebspunkt des Engpaßarbeitsplatzes bei einem mittleren Bestand in Höhe von 315 Stunden, einer mittleren Tagesleistung von 22 Vorgabestunden im 3-Schicht-Betrieb und einer potentiellen Durchlaufzeit in Höhe von etwa 14 Arbeitstagen. Der Zielbereich der Plan-Übergangszeit für die künftige Auftragseinplanung sollte bei der gegebenen Auftragsstruktur zwischen drei und fünf Tagen liegen. Aufgrund der mittleren Auftragszeit liegt die minimal erreichbare Durchlaufzeit bei etwa zwei Tagen. |
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Statische Engpaßanalyse
Kapazitätsbedarfsgrad (Bedgrad) |
![]() Bild 5: Auswertung der statischen Kapazitätsanalyse |
In dem Auswertungsbeispiel werden die Bearbeitungszentren 05366, 04302 und 05365 gleichzeitig sowohl als Engpaß (Bedarfsgrad > 100 Prozent) als auch als leerlaufgefährdet (Plan-Nutzungsgrad < 60 Prozent) ausgewiesen. Der dynamische Verlauf dieser Situation läßt sich im Durchlaufdiagramm z.B. durch den Vergleich der Soll-Abgangskurve mit der Plan-Zugangskurve erkennen und bewerten (Bild 6).
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![]() Bild 6: Engpaßarbeitsplatz mit Zuflußproblemen
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Das Bearbeitungszentrum 05365 weist bei der Bewertung der Kapazitätssituation (Bedarfsgrad = 112 Prozent) trotz des bereits praktizierten 3-Schicht-Betriebes anscheinend kein besonderes Kapazitätsproblem auf, da die fehlende Kapazität z.B. durch zusätzliche Wochenendschichten ausgeglichen werden könnte. Betrachtet man jedoch die Plan-Zugangskurve (rot), die durch eine simulative Auftragseinplanung in FAST/pro ermittelt wurde, dann sieht man, daß in den nächsten zwei Wochen kein Auftragszufluß zu erwarten ist und daß damit die vorhandene Kapazität nicht genutzt werden kann. Der in der Simulation von FAST/pro ermittelte Plan-Abgang zeigt einen hohen Kapazitätsverlust durch Leerlauf. In der Praxis ist diese Situation insbesondere bei denjenigen Arbeitsplätzen problematisch, die bereits im 3-Schicht-Betrieb arbeiten. In dem Beispiel beträgt der aktuell zu erwartende Rückstand etwa vier Wochen (horizontaler Abstand zwischen dem Kapazitätsbedarf und dem Plan-Abgang).
Eine Lösung des zuvor
beschriebenen Problem kann darin bestehen, den bzw. die vorgelagerten
Engpaßarbeitsplätze zu ermitteln und an diesen die
Kapazitäten dynamisch so anzupassen, daß das
Leerlaufproblem an dem betrachteten Arbeitsplatz behoben oder
zumindest reduziert werden kann.
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| FAST/pro bietet für diese
Fragestellung verschiedene Werkzeuge an, die das Auffinden von
Zuflußengpässen unterstützen. Der Einsatz dieser
Werkzeuge hängt u.a. von der jeweiligen Auftrags- und
Fertigungsstruktur ab. Bild 7 zeigt die Materialflußbeziehungen aus den aktuell eingeplanten Aufträgen zwischen dem betrachteten Arbeitsplatz 05365/80 (rot markiert) sowie seinen direkten Vorgängern im Materialfluß bezogen auf die auftragsbezogenen Arbeitspläne.
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Die Arbeitsplätze sind in der Grafik als Trichter dargestellt. Die Pfeilbreite der Materialflußbeziehungen entspricht dem Stundenvolumen, das an dem Zielarbeitsplatz abzuarbeiten ist. Die Materialflußbeziehungen zu den Nachfolgearbeitsplätzen wurden in der Grafik ausgeblendet. Aus der Grafik kann man einerseits erkennen, daß der Materialzufluß von acht direkten Vorgängerarbeitsplätzen erfolgt und daß der Arbeitsplatz 04303/76 den mit Abstand größten Anteil davon liefert. Betrachtet man diesen Arbeitsplatz näher, dann stellt man fest, daß er selbst ebenfalls im Materialfluß hinter einem Engpaß liegt und daß der Durchfluß zum Arbeitsplatz 05365/80 nur erhöht werden kann, wenn der weiter vorn im Fluß liegende Engpaß beseitigt wird. Hinweise auf diesem absoluten Engpaß liefern bereits die Prozeßparameter Bestand (blaue Trichterfüllung) und Rückstand (rote Säule im Trichter) bzw. Vorleistung (grüne Säule im Trichter) im Trichterlayout. Die Trichterhöhe wird für alle Arbeitssysteme auf einen einheitlichen Wert normiert. Im Beispiel entspricht die Trichterhöhe einer Reichweite von 5 Arbeitstagen. Der Arbeitsplatz 04302/75 weist demnach einen aktuellen Bestand, einen Rückstand sowie eine Vorleistung von jeweils etwa vier Arbeitstagen auf, während Arbeitsplatz 04303 einen Rückstand und Bestand von jeweils fast fünf Tagen hat. Arbeitsplatz 04301/74 zeigt sowohl bzgl. des Rückstandes als auch des direkten Arbeitsplatzbestandes einen mehrfachen Überlauf des Anzeigebereiches an. An diesem Arbeitsplatz hat sich demnach ein Auftragsbestand von mehr als 20 Tagen Bestandsreichweite und einer Rückstandsreichweite von mehr als drei Wochen angesammelt. |
![]() Bild 7: Anzeige der direkten Materialflußbeziehungen eines Arbeitsplatzes im Trichterlayout
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| Bild 8 zeigt alle Materialflüsse (Pfeilbreite = Anzahl der Arbeitsgänge) der offenen Aufträge, die künftig mit mindestens einem Arbeitsgang am Arbeitsplatz 05365/80 zu bearbeiten sind. Aus dieser Darstellung läßt sich leicht erkennen, daß der betrachtete Arbeitsplatz sowohl direkt als auch indirekt von den Arbeitsplätzen 04301, 04302 und 04303 beliefert wird und daß die meisten Arbeitsgänge an Arbeitsplatz 04301 bearbeitet werden müssen. Es ist deshalb notwendig, die Kapazitätsanpassung an diesen Arbeitsplätzen zu synchronisieren, um den drohenden Leerlauf am Arbeitsplatz 05365 zu verhindern. Da die Arbeitsplätze 04301 und 04303 bereits auf einen 3-Schicht-Betrieb eingestellt waren, wurden die Kapazitäten an diesen Arbeitsplätzen in der folgenden Simulation nur um maximal 20 Prozent erweitert. Die positiven Auswirkungen dieser Kapazitätsanpassung lassen sich sowohl im Durchlaufdiagramm des Arbeitsplatzes 05365 (Bild 9) als auch in den statistischen Auswertungen der voraussichtlichen Auftragstermineinhaltung des simulierten Auftragsdurchlaufs erkennen. | ![]() Bild 8: Materialfluß der offenen Aufträge, die künftig am Arbeitsplatz 05365/80 zu bearbeiten sind
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![]() Bild 9: Vergleich des simulierten Auftragsdurchlaufs mit und ohne Kapazitätsanpassung an den vorgelagerten Engpaßarbeitsplätzen
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Die simulierte Kapazitätsanpassung an den Engpaßarbeitsplätzen auf eine 6-Tage-Woche bringt am Arbeitsplatz 05365 insgesamt einen wesentlich höheren Materialzufluß. Der Leerlauf in den ersten zwei Wochen läßt sich jedoch mit dieser Maßnahme allein noch nicht vermeiden, da die Bearbeitungszeiten der Aufträge aufgrund hoher Losgrößen verhältnismäßig hoch sind. Eine Möglichkeit einer weiteren Verbesserung der Auslastung bestünde darin, die Aufträge für den Arbeitsplatz 05365 an den vorgelagerten Arbeitsplätzen überlappt oder in kleinen Losgrößen zu fertigen, so daß der Zufluß früher erfolgen kann. Die voraussichtliche Termineinhaltung der Aufträge wird durch die Kapazitätsanpassung ebenfalls wesentlich verbessert. Während die Aufträge mit der ursprünglichen Kapazitätseinstellung einen mittleren Terminverzug von etwa 9,5 Arbeitstagen mit einer Standardabweichung von fast 12 Tagen erwarten lassen, ergibt die Simulation mit angepaßten Engpaßkapazitäten eine Reduzierung des Mittelwertes auf 6,3 Tage und der Standardabweichung auf 8,3 Tage.
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Dynamische Engpaßanalyse Neben den statischen Engpässen gemäß Bild 5 können mit Hilfe der Simulationsfunktionen von FAST/pro auch dynamische Engpässe ermittelt werden. Während bei statischen Engpässen die verfügbare Kapazität insgesamt nicht ausreicht, um den Kapazitätsbedarf zu befriedigen, tritt diese Situation bei dynamischen Engpässen nur temporär auf, so daß die dynamischen Engpässe über die zuvor vorgestellten Kapazitätskennzahlen nicht erkannt werden können. Dynamische Engpässe treten in der Praxis in jedem Unternehmen auf, weil bei dynamischen Kapazitätsbedarfsschwankungen das Kapazitätsangebot nicht rechtzeitig angepaßt wird.
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| Die Lösung in FAST/pro besteht
darin, die im Rahmen der Auftragssimulation ermittelten
Plan-Durchlaufzeiten mit den geplanten Standard-Durchlaufzeiten der
Arbeitsplätze zu vergleichen. Die Arbeitsplätze mit den
größten Plan-Durchlaufzeitabweichungen stellen demnach die
größten Durchflußbehinderer dar. Bild 10 zeigt die
Hitliste der dynamischen Engpässe. In dieser Liste werden nur
diejenigen Aufträge ausgewertet, die nach aktuellem
Planungsstand nicht rechtzeitig fertiggestellt werden können.
Für jeden Arbeitsplatz wird eine Auswertungszeile angelegt, die
neben den Soll-Durchlaufzeiten (SollZDL Summe und SollZDL Anteil)
u.a. die Anzahl der betroffenen Aufträge und Arbeitsgänge
sowie die absolute Anzahl der Verzögerungstage (PlanZDL Abw abs)
ausweist. Die Hitliste zeigt einen Kontrollarbeitsplatz als
wesentlichen Engpaßfaktor auf, weil der Durchlauf von 119
Aufträgen mit insgesamt 415 Kontrollarbeitsgängen
durchschnittlich etwa 2,5 Tage pro Arbeitsgang an diesem Arbeitsplatz
verzögert wird, so daß eine Gesamtverzögerung von
fast 10 Tagen je Auftrag entsteht. Mit Hilfe dieser
Auswertungsmethodik kann man die Bedeutung der Arbeitsplätze zur
Auftragstermineinhaltung bzw. Auftragsdurchlaufzeit ermitteln und
ggf. taktische Kapazitätsmaßnahmen auch bei denjenigen
Arbeitsplätzen umsetzen, die nicht direkt als Engpässe
ausgewiesen werden
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![]() Bild 10: Hitliste der Arbeitsplätze, die den Auftragsdurchlauf verzögern
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![]() Bild 11: Darstellung der Produktstruktur als Auftragsbaumgrafik
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Neben den zuvor gezeigten Arbeitsplatz-Durchlaufdiagrammen bietet FAST/pro auch vielfältige Möglichkeiten zur Darstellung des Auftragsdurchlaufs. Bild 11 zeigt beispielsweise die Produktstruktur eines Getriebes in Form einer sogenannten Auftragsbaumgrafik. Die Grafik zeigt den Soll-Durchlauf der Fertigungseinzelteile sowie deren Zusammenfluß gemäß Stücklistenstruktur. Jedes Rechteck entspricht dabei einem Fertigungsauftrag für ein Einzelteil oder eine Baugruppe. Die Länge des Rechtecks entspricht der Soll-Durchlaufzeit. Der Durchführungszeitanteil der einzelnen Arbeitsgänge an der Soll-Durchlaufzeit eines Auftrages wird als grüner Anteil im Soll-Durchlaufelement angezeigt. Anhand dieser Grafik kann man u.a. kritische Pfade in der Durchlaufstruktur erkennen und damit z.B. auch Arbeitsplätze ermitteln, deren Prozeßparameter den Produktdurchlauf wesentlich beeinflussen. |
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Zusammenfassung Eine rollierende Kapazitätsplanung sowie statische und dynamische Engpaßanalysen sind wichtige Funktionen, um den Auftragsdurchlauf im Unternehmen aktiv planen und regeln zu können. FAST/pro stellt mit seinen Planungs-, Monitoring- und Simulationsfunktionen für diesen Aufgabenbereich vielfältige Werkzeuge zur Unterstützung der gängigen PPS-Systeme zur Verfügung. Die zahlreichen praktischen Anwendungen von FAST/pro belegen den operativen Nutzen des Werkzeugs im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Branchen, Auftragsstrukturen und Firmengrößen. Der Einsatz erstreckt sich dabei über alle Hierarchieebenen der Unternehmen von der Geschäftsleitung bis zur operativen Anwendung in der Produktion.
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Produktion,
FAST/pro, FAST/sim,
FAST/net,
FAST/scm, Logistikcoaching
Logistik, FAST/log, FAST/sim,
FAST/scm, Logistikcoaching
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